Schon auf der Karte wird die Besonderheit dieses Ortes deutlich: Zwei Flüsse ( und Linde) mündeten hier früher ins Meer. Auch der riesige Leuchttrum (im Bild unten neben dem Ortsschild) zeugt von ganz anderer geographischer Lage.

Frühjahrsbild aus Kuinre mit Leuchtturm
Nach der Einpolderung wurde Kuinre zur Binnenstadt, Linde und Tjonger durch die neue Schleuse zusammengefasst und nun kann man einen reitzvollen Wasserweg fahren, denn beide Flüsse schlängeln sich durch eine schöne Landschaft!
Die Schleuse überrascht zunächst durch ihre Eiform, nicht immer ganz einfach, sich hier an die Wand zu legen wenn es im Sommer voll ist.

Zwischen den beiden Wasserläufen - der Ort. Hier die Hauptstraße, die sich durch die "City" zieht. Alles sehr schön restauriert und hergerichtet. Bäcker und Fleischer sind vor Ort, einen Lebensmittelladen sucht man aber vergebens. Die Tankstelle (an der Schleuse) bietet wie Bäcker und Metzger auch ein Rumpfsortiment an Grundnahrungsmitteln an. Empfehlenswert: Ein Besuch um "Warenhaus"! Wer schon im Kaufhaus des Westens oder bei Lafayette an der Französischen Straße war, der sollte dieses Warenhuis auf alle Fälle anschauen. Auf der Fläche einer normalen Wohnung wird hier alles angeboten, was man so braucht. Allein die Kurzwarenabteilung stellt mit der Auswahl der Reißverschlüsse Karstadt Dortmund locker in den Schatten. Und erst einmal die Angelabteilung... Sehenswert!

Kuinre von der westlichen Wasserseite her - und direkt hinter der Häuserzeile der östliche Wasserweg, die Linde.

Anlegeplätze rechts und links auf der östlichen Seite, an der Linde. Westlich gibt es ebenfalls einen langen Steg, doch der liegt direkt an der Straße und ist daher für eine Übernachtung nicht zu empfehlen. Allenfalls, wenn man die Schleuse nicht mehr geschafft hat (aber dann bleibt einem ja auch nichts anderes mehr übrig...).

Allerdings ist der Weg rund um Kunire mit sehr niedrigen Brücken erschwert, die kritische Brcke ist die vor Ossenzijl mit 2,50 Metern (nicht abgebildet, da hatten wir alle Hände voll zu tun - jedesmal Herzklopfen: Passt es?).

Auf dem Weg: Schotterzijl, die alte Seeschleuse steht immer offen und man kann durchfahren durch den Deich, der das Land lange Zeit vor den Fluten der Nordsee geschützt hat.

Und abschließend noch ein Brückenbild: Wer hier gegendonnert, muss nicht nur sein Boot zahlen, ich glaube, auch die Brücke würde eine solche Havarie nicht überstehen. Also: Höhenbeschränkung per Karte genau überprüfen und dann entscheiden. Und die Pegel beachten (vor jeder Brücke). Grundsätzlich: Die Fahrt ist mehr als lohnenswert!
